Die Rose vor dem Schnitt
Die Rose vor dem Schnitt

Die Rose nach dem Schnitt

Veranstaltungen

Richtiger Schnitt hält Rosen fit

 

Rosenschnittkurs beim Obst- und Gartenbauverein Bietigheim

 

Wenn die Frostperiode vorbei ist und die Forsythien blühen, dann ist es Zeit die Rosen zu schneiden. Diesen idealen Zeitpunkt nutzte der Obst- und Gartenbauverein Bietigheim und führte in die Kunst des Rosenschneidens ein.

 

Die erste Vorsitzende Traute Theurer konnte bei strahlendem Frühlingswetter eine sehr große Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern begrüßen. Interessiert hörten diese den Erläuterungen von Fachfrau Melanie Wörle zu, und sie verfolgten aufmerksam wo Frau Wörle die Schere ansetzte. Dabei gibt es einige Grundregeln, die zu beachten sind. So werden im Herbst die Langtriebe etwas eingekürzt, im Frühjahr erfolgt der richtige Rückschnitt um etwa ein Drittel bis zur Hälfte. In windigen und kalten Lagen empfiehlt sich das Abdecken der Rosen mit Tannenreisig oder Laub über den Winter. Es darf „mutig“ geschnitten werden. Ein einfaches Schnittrezept könnte folgendermaßen lauten: Altes, vertrocknetes oder erfrorenes Holz wegschneiden, beim Rückschnitt die Schere schräg ansetzen. Mindestens ein Auge, wenn möglich nach außen, muss stehen bleiben. Überalterte Äste, die stark verholzt sind und deren Blühkraft nachgelassen hat, werden herausgesägt. Das fördert den Neuaustrieb an der Basis und die Rose verjüngt sich immer wieder. Auf eine gute Durchlüftung achten, dadurch können Rosenblattkrankheiten verhindert werden. Wichtig ist eine gute Verzweigung der Rosen, denn je mehr Endtriebe die Rose hat, desto mehr Blüten kann sie bilden. Wildtriebe, die an hellerer Färbung oder mehrteiligen Blättern erkennbar sind, werden direkt an der Veredlungsstelle abgerissen. Ein Rückschnitt von Verblühtem erfolgt genau über dem ersten voll ausgebildeten, meist einem fünf-oder siebenteiligen Blatt.  

 

Bei Strauchrosen reichen das Auslichten und ein Rückschnitt um etwa ein Drittel der Triebe. Bei Kletterrosen darf der Schnitt nicht zu „mutig“ sein. Hier behutsam vorgehen. 

 

Ein Tipp: zur Erhaltung der Artenvielfalt von Insekten sollte bei einer Rosenneupflanzung auch an ungefüllte Rosen gedacht werden. Diese gibt es in mehreren verschiedenen Farben. Sie sind eine wahre Bienenweide.